Politisierung von Kunst?

Geflüchtete protestieren mit dem »Zentrum für politische Schönheit« in Berlin gegen die Asylpolitik

  • Von Christian Baron
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Es ist diese eine uralte Frage, die das »Zentrum für politische Schönheit« (ZPS) derzeit in seltener Drastik aufwirft: Was kann Kunst bewirken? Eine mögliche Antwort lieferte Christoph Schlingensief, mit dessen Arbeit die Aktionen des ZPS immer wieder verglichen werden. In dem Dokumentarfilm »Ausländer raus!« aus dem Jahr 2000 verwarf er ein Kunstverständnis, das die Welt direkt positiv verändern zu können glaubt: »Wenn das möglich wäre, dann frage ich mich, warum nicht die Politik schon lange in die Kunst gegangen ist. Warum ist die Politik eigentlich nicht schon lange ersetzt worden durch Kunst?«

Beim ZPS sieht man das ganz anders - und schickt sich gerade an, Schlingensief zu widerlegen. Unter dem Motto »Flüchtlinge fressen. Not und Spiele« hat die Gruppe ein Erpressungsprojekt eingefädelt: Durch ein Online-Voting ausgewählte syrische Flüchtlinge sollen in einem spendenfinanzierten Flugzeug nach Deutschland reisen. Falls die Bu...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.