Osteuropäer wollen Juncker loswerden

Außenminister der Visegrad-Staaten sehen dringenden Reformbedarf in der Europäischen Union

  • Von Jindra Kolar, Prag
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Visegrad-Staaten werfen Brüssel vor, nicht genug für den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union getan zu haben. EU-Kommissionspräsident Juncker sei falsch auf seinem Posten.

»Jean-Claude Juncker ist nicht der richtige Mann, der die EU führen kann, er hat eindeutig zu wenig dafür getan, die Briten in der Union zu halten.« Diese harte Kritik äußerte Tschechiens Außenminister Lubomir Zaoralek (CSSD) vor dem Treffen der Visegrad-4-Staaten Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn, das am Montagabend stattfand. Der Prager Chefdiplomat hatte seine Kollegen aus Polen, der Slowakei und Ungarn eingeladen, um die besondere Haltung der osteuropäischen Mitgliedstaaten der EU abzuklären. Eingeladen zu dem hochrangigen Treffen waren auch der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier und sein französischer Amtskollege Jean-Marc Ayrault.

Zaoralek betonte bei dem Treffen nochmals, dass er Juncker »nicht für die Persönlichkeit halte, die die notwendigen Reformen in der Union vorantreiben könne«.

Die V4-Staaten erklärten gegenüber den Außenministern Deutschlands und Frankreichs, dass ein zügiges Handeln nach dem ...

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