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UEFA sperrt Video eines Künstlers

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Das Viertelfinalspiel zwischen den Fußballmannschaften aus Deutschland und Italien wird mit ziemlicher Sicherheit in die Geschichtsbücher eingehen; vor allem die Aufzeichnung des Elfmeterschießens, bei dem insgesamt 18 Spieler der beiden Mannschaften antraten, zählt bereits jetzt zu den am meist gesehenen Videos im Internet.

Auch der Webkünstler Kurt Prödel steuerte zu dem Hype seinen Beitrag bei. Er legte alle deutsche Elfer in einem zwölf Sekunden langen Video übereinander. Die Spieler bewegen sich fast synchron zuerst vom Elfmeterpunkt zurück. Nach dem Pfiff des Schiedsrichter rennen sie los, treffen sich am Punkt und schießen den Ball Richtung Tor. Italiens Torwart Gianluigi Buffon springt nach rechts und nach links, bevor er nach dem Schuss von Jonas Hector die Hände vors Gesicht hebt. Der Clip verbreitete sich im Netz wie ein Lauffeuer und wurde am Montag auch im ARD-Morgenmagazin gezeigt.

Doch Prödel hat die Rechnung ohne die UEFA gemacht. Da Prödel über keinerlei Bildrechte aus Stadien verfügt, wurde sein Video von dem europäischen Fußballverband gesperrt. Begründet wird dies von dem Verband mit dem Kampf gegen die »Rechte-Piraterie« im Netz. Mit der Sperre sollten die Exklusivität der Sendepartner und ihre Investitionen in den europäischen Fußball geschützt werden.

Einige deutsche Künstler und Journalisten solidarisierten sich daraufhin mit Prödel. Unter dem Hashtag FreeKurtProedel twitterten beispielsweise der Satiriker Jan Böhmermann und der Musiker Dendemann. jam/dpa

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