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Alles Party? Deutschland-Flaggen begünstigen Nationalismus

Sozialpsychologin: Zusammenhang von Fahnen und Vorurteilen / Fußball geht »auch ohne Schwarz-Rot-Gold« / Konfliktforscher: Gibt auch »Özil-Effekt«

Berlin. Ist der so genannte Party-Patriotismus harmlos? Das Fähnchen-Schwenken und der Umgang mit nationalen Symbolen bei der Fußball-EM wird kontrovers diskutiert - auch unter Wissenschaftlern. Die Sozialpsychologin Julia Becker warnte vor dem Halbfinalspiel vor einem Umschlagen angeblich reiner Fußballbegeisterung in Nationalismus und Rassismus. Dem Evangelischen Pressedienst sagte die Osnabrücker Wissenschaftlerin, gerade in der durch die rechte Pegida-Bewegung und die Rechtsaußen-Partei AfD aufgeheizten Atmosphäre sei Vorsicht geboten. Rassistische Parolen würden immer offener geäußert, so Becker. »Ich will niemandem das Public Viewing vermiesen. Die Fußballfans sollen natürlich feiern. Aber das geht doch auch ohne schwarz-rot-goldene Fahnen.«

Die Flagge könne bei einem bestimmten, bereits nationalistisch ausgerichteten Klientel Ressentiments gegenüber Migranten erhöhen. Becker forscht gemeinsam mit Studierenden bereits seit d...


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