Werbung

Bayern ist doch nicht Griechenland!

Kurt Stenger über die CSU und die innerdeutschen Finanzbeziehungen

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Bayern ist doch nicht Griechenland oder Portugal - CSU-Ministerpräsident Horst Seehofer zieht gerne vom Leder, wenn er irgendwelche Forderungen hat, also eigentlich immer. Diesmal brachte ihn sein Schwesterparteifreund Wolfgang Schäuble mit der Idee auf die Fichte, wenn der Bund den Ländern Milliarden für die Bewältigung der Flüchtlingskosten bis 2018 bewilligt, dann müssten Bayern & Co. auch entsprechende Quittungen vorlegen. Wenige Stunden später war Seehofer schon wieder himmelhochjauchzend: »Ein Super-Ergebnis«, jubelte er nach der Einigung der 16 Ministerpräsidenten mit dem Bund. Acht Milliarden gefordert, sieben Milliarden bekommen - ein wahrlich guter Schnitt.

Bleibt zu hoffen, dass die Länder dies an ihre Kommunen weiterreichen, die ja die Hauptlast zu tragen haben. Bleibt ebenfalls zu hoffen, dass reiche Länder wie Bayern ebenso wenig knausern, wenn es um die Zukunft der komplexen Bund-Länder-Finanzbeziehungen insgesamt geht. Mit der jetzigen Entscheidung ist der Kuhfladen vom Eis, nicht aber die Kuh. Hier geht es nicht darum, auf den Tisch zu hauen und abzukassieren - es geht um langwierige Verhandlungen, die dann zielführend sind, wenn Kompromissbereitschaft herrscht und die starken Schultern die Hauptlast tragen. Wie man es sich bei Griechenland und Portugal auch gewünscht hätte.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!