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Grenzerfahrungen am Rennsteig

Die Kleinstaaterei von früher scheint in Thüringens Tourismusbranche fortzuleben - Rot-Rot-Grün will das ändern

  • Von Sebastian Haak, Oberschönau
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Der Freistaat will in Zukunft den Thüringer Wald viel mehr als Ganzes fördern - statt sich beim Geldausgeben auf Oberhof zu konzentrieren. Doch es wird schwer sein, dieses Ziel wirklich umzusetzen.

»Ich bin ja der Klugscheißer vom Dienst, jetzt, hier.« Eben hat Georg Maier noch auf den Grenzstein am Boden gezeigt und doziert: Dass auf der verwitterten Vorderseite des Steins der Buchstabe H zu erkennen ist und darunter die Jahreszahl 1681 steht, zeige, hatte Maier gesagt, dass der Rennsteig an dieser Stelle - nur ein paar Kilometer vom thüringischen Oberschönau entfernt - damals über hessisches Gebiet verlief. Und das S auf der nicht ganz so stark verwitterten Rückseite des Grenzsteins erinnere daran, dass gleich nebenan Sachsen begann. »Thüringer Kleinstaaterei«, hatte Maier gesagt. Dann konnte er es sich nicht verkneifen, auch noch sein Wissen über hiesigen Dreiherrensteine zur Schau zu stellen. Wissen, das er - zumindest teilweise - erst seit wenigen Tagen besitzt. Seit er begonnen hat, den kompletten Rennsteig entlang zu wandern.

Freilich würde niemand seiner Mitwanderer Maier sagen, dass er ein Klugscheißer ist. Bei einem Staa...


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