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Betrunkener zeigt Hitlergruß in Chemnitz

In Bayern wurde ein Mann von vermutlich rechten Jugendlichen bewusstlos geprügelt / Dresden: Zwei rechte Straftäter bekommen nur Bewährungsstrafe

Chemnitz. Ein Betrunkener hat am Mittwoch im Chemnitzer Stadtzentrum rechte Parolen gegrölt und den Hitlergruß gezeigt. Der 46 Jahre alte Mann lief zudem mehrfach auf eine vielbefahrene Straße und belästigte Passanten, wie die Polizei am Donnerstag in Chemnitz mitteilte. Ein Zeuge informierte die Beamten, die dem Treiben ein Ende setzten. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von mehr als drei Promille. Gegen den Mann wird nun wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt.

Mann in Bayern von Jugendlichen bewusstlos geprügelt

In München ist ein 39-Jähriger von Jugendlichen bereits am vergangenen Freitag brutal zusammengeschlagen worden. Grund für die Auseinandersetzung scheint zu sein, dass der Lagerist sich schützend vor eine Gruppe mutmaßlich Geflüchteter stellte, als diese von einer weiteren Gruppe Jugendlicher angegriffen wurde.

Wie der Bayrische Rundfunk berichtet, konnte der Lagerist tatsächlich die beiden Gruppen trennen, wurde dann jedoch durch den Diebstahl seiner Aktentasche von den aggressiven Jugendlichen in einen Hinterhof gelockt und dort mit Tritten und Schlägen malträtiert. Dabei soll auch eine Holzlatte zum Einsatz gekommen sein.

Bisher hat noch keine ausgedehnte Befragung stattfinden können, da dass Opfer mit schweren Verletzungen im Krankenhaus liegt. Er erlitt mehrere Brüche im Gesicht und musste mehrfach operiert werden.

Die Polizei sucht dringend Augenzeugen für die Tat. Zeugen, die den Vorfall im Werner-Egk-Bogen 6 mitbekommen haben, können sich mit dem Polizeipräsidium München (Tel. 089/2910-0) in Verbindung setzen.

Urteil gegen gewalttätige Rechte in Dresden gefällt

Ein Jahr nach gewalttätigen Übergriffen bei einer NPD-Demonstration sind am Mittwoch im Dresdner Amtsgericht zwei Nazis verurteilt worden. Ein mehrfach unter anderem wegen Diebstahls vorbestrafter 26-Jähriger, der eine Warnbake in Richtung der Gegendemonstranten geworfen hatte, bekam eine Bewährungsstrafe von sechs Monaten. Ein 23-Jähriger muss 600 Euro Geldstrafe zahlen, weil er einen Polizisten auf ein langsam fahrendes Auto gestoßen hatte. Die Urteile sind rechtskräftig.

Die beiden Rechten waren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte angeklagt. Sie gaben im Prozess an, dass sie sich zu den Gewaltaktionen hätten hinreißen lassen.

Am 24. Juli 2015 hatten mehr als 200 Menschen bei einem Aufmarsch der NPD vor einer zuvor errichteten Zeltunterkunft für Geflüchtete gehetzt. Ihnen hatten sich rund 300 linke Demonstranten entgegengestellt, es kam zu Übergriffen. Mehrere Gegendemonstranten wurden durch Würfe von Flaschen, Schildern und Pyrotechnik verletzt. Verfahren gegen mehrere Mittäter sind noch anhängig. Agenturen/nd

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