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Weitlingkiez ohne Milieuschutz

Obwohl die Mieten rasant steigen, sieht das vom Bezirk Lichtenberg beauftragte Gutachten keinen Bedarf

  • Von Maria Jordan
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der Treptower Kungerkiez soll Milieuschutz bekommen, der Weitlingkiez, trotz fast identischer Zahlen, nicht. Die LINKE kann das nicht nachvollziehen.

Der Weitlingkiez in Lichtenberg hat sich in letzter Zeit ziemlich verändert. Das Quartier um die Weitlingstraße hatte nach mehreren Hausbesetzungen der Neonazi-Szene und einer Vielzahl rassistischer Angriffe in den Neunziger Jahren noch lange einen »rechten Ruf«. Mittlerweile hat sich der Kiez zu einer beliebten Wohnlage für junge Familien gemausert.

Michael Grunst, Bezirksvorsitzender der LINKEN in Lichtenberg und selbst Anwohner im Weitlingkiez, freut sich über den Zuzug: »Es war ein absoluter Gewinn für den Kiez«, so Grunst. Doch wie in so vielen Berliner Stadtteilen schlagen solche Neu- und Wiederentdeckungen eher unbeliebter Wohngegenden schnell ins Negative um: Steigende Mieten, Bau von Luxus- und Eigentumswohnungen, hippe Bars und Restaurants. Die häufige Folge ist die Verdrängung der Alteingesessenen, die sich das Leben im neuen Trendbezirk nicht mehr leisten können. Denn die Zuwanderer, die...


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