Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Mosekunds Montag

  • Von Wolfgang Hübner
  • Lesedauer: 2 Min.

»Ich weiß nicht, was ich tun soll«, beklagte sich ein Freund bei Herrn Mosekund, »das Geld rinnt mir durch die Hände.« - »Deponieren Sie es doch bei mir«, schlug Herr Mosekund vor. »Gut«, willigte der Freund ein, »probieren wir es mit 100 Euro.« - »Sie überweisen mir lediglich pro Monat zwei Euro«, sagte Herr Mosekund. »Ist das etwa dieser dubiose Negativzins?«, fragte der Freund misstrauisch. »Was für ein hässliches Wort«, entgegnete Herr Mosekund, »nennen wir es lieber Garantiegebühr, denn Sie erhalten letztlich den 100-Euro-Schein unversehrt zurück.« - »Aber praktisch schmilzt doch mein Kapital«, wandte der Freund ein. »Moment«, antwortete Herr Mosekund, »wie viel würden Sie in dem Monat von den 100 Euro ausgeben, wenn sie nicht bei mir lagern würden?« - »Oh, bestimmt die Hälfte«, antwortete der Freund. »Und zwar für lauter unnütze Dinge?«, fragte Herr Mosekund. »Sie sagen es, leider«, räumte der Freund ein. »Die Rechnung lautet also wie folgt«, erklärte Herr Mosekund: »Sie zahlen zwei Euro im Monat, ersparen sich aber Ausgaben von 50 Euro. Macht eine Gewinnquote von satten 2400 Prozent. In nur einem Monat.« Der Freund sah Herrn Mosekund staunend an. »Und Sie könnten den Effekt sogar noch steigern«, fügte Herr Mosekund hinzu, »wenn Sie wöchentlich zwei Euro zahlen und ich Sie jede Woche vor Ausgaben von 50 Euro bewahre.« Der Freund fragte: »Und das würden Sie wirklich für mich tun?« - »Unter Freunden ist das doch selbstverständlich«, sagte Herr Mosekund und war ein wenig von sich selbst gerührt.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung
  • Lastschrift

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln