Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Erinnerungskultur ist eine Sache der Linken

Spanien trägt schwer am Erbe der Franco-Diktatur

  • Von Martin Ling und Julia Macher
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Erst als Reaktion auf den neofranquistischen Kurs von Premier José María Aznar (1996-2004) entstand eine kollektive Erinnerungsbewegung, die die Schrecken des Franco-Regimes öffentlich thematisiert.

Am 18. Juli 1936 putschte General Francisco Franco gegen die demokratisch gewählte Volksfrontregierung der Zweiten Spanischen Republik. Der Krieg bis zum 1. April 1939 kostete fast eine halbe Million Menschen das Leben - wobei etwa 200 000 nicht in unmittelbaren Kriegshandlungen getötet worden sein sollen, sondern durch Selbstjustiz, gezielte politische Säuberungen oder Kriegsgerichtsurteile. Die Franco-Truppen waren für drei Viertel der abseits der Schlachtfelder Getöteten verantwortlich. Die Diktatur Francos endete am 20. November 1975 mit seinem Tod, noch zu seinen Lebzeiten erkor er König Juan Carlos zu seinem Nachfolger. Es begann die sogenannte Transición, der friedliche Übergang zur parlamentarischen Monarchie, der Francos Militärs mit dem »pacto de silencio« - einem Bündnis des Schweigens - abgekauft wurde.

»40 años de desmemoria« - 40 Jahre »Ent-Erinnerung« überschrieb die Online-Zeitung »Eldiario.es« im vergangenen Herbst ihr...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.