Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Bauleute übernehmen die Regie

Gebäude und Straßen werden in Sachsen erneuert

  • Von Ralf Hübner, Dresden
  • Lesedauer: 3 Min.

Wenn die Letzten in die Ferien entschwunden sind, rücken in vielen Schulen die Bauleute an. Dresden investiert in den Sommerferien rund 13,5 Millionen Euro. Der Speisesaal der 108. Grundschule wird etwa bis September für 470 000 Euro erneuert. An neun Schulen werden zum Teil bis Oktober die Sanitäranlagen saniert. In weiteren sechs wird für mehrere Millionen Euro der Brandschutz verbessert. Auch größere Projekte wie der Bau neuer Schulgebäude, Sporthallen oder Sportanlagen werden begonnen. In Dresden beläuft sich das Volumen der diesen Sommer gestarteten Investitionen auf etwa 260,3 Millionen Euro. An Leipziger Schulen werden während der Sommerwochen zwischen zehn und 12 Millionen Euro verbaut. Die Projekte an den Schulen in Chemnitzer kosten rund 37,5 Millionen Euro.

Wenig erfreulich für Reisende mit dem Auto - auch oder vor allem während der Sommermonate - wird an Straßen und Autobahnen gebaut. Bundesweit müssen sich Urlauber laut Bundesverkehrsministerium auf Behinderungen an 548 größeren Baustellen einstellen, auf Sachsen entfallen davon 20. Gebaut wird unter anderem auf der Bundesautobahn A72 (Chemnitz-Hof) zwischen Chemnitz-Süd und dem Kreuz Chemnitz und zwischen Plauen-Süd und der Landesgrenze zu Bayern. Die Fahrbahn der A13 (Dresden-Berlin) wird zwischen dem Dreieck Dresden-Nord und Thiendorf ausgebaut - die Spurbreiten sind in beide Richtungen verringert. Allein vier Baustellen gibt es auf der A4 von Dresden Richtung Görlitz.

In der Theaterpause wird an vielen Häusern gehämmert und geputzt. Bis Oktober wird das Dresdner Schauspielhaus für rund zehn Millionen Euro saniert und modernisiert. Der Zuschauersaal wird renoviert, Bestuhlung und Parkett werden repariert, Decke, Brüstungen, Portal und Wände frisch gestrichen, die Bühnentechnik und die Sanitäranlage erneuert, ein Schnürboden wird eingebaut. An der Semperoper in Dresden ist die Sanierung der Panther-Quadriga über dem Haupteingang abgeschlossen. Noch bis Ende September werden die Skulpturen Goethes und Schillers am Eingang restauriert. In den Vestibülen werden unter anderem Malereien, Marmorierungen und der Terrazzo gereinigt.

Zwei Großprojekte nähern sich diesen Sommer der Fertigstellung. Im neuen Konzertsaal des Kulturpalastes, von Frühjahr 2017 an die Hauptspielstätte der Dresdner Philharmonie, wird an der Saaldecke gearbeitet. Demnächst werden die Holzfurniere an die Wände montiert. Ende des Jahres soll der Konzertsaal fertig sein.

An der Gemäldegalerie Alte Meister im Dresdner Zwinger wird der zweite Bauabschnitt vorbereitet. Am Wallpavillon steht das Erdgeschoss an, die südliche Treppe wird saniert, Dach und Obergeschoss sind fertig. Am Glockenspielpavillon wird in diesen Wochen auf der Zwingerhofseite ein Gerüst aufgestellt, um die Hermen - das sind mit Skulpturen verzierte Säulen - zu sichern.

Im Kleinen Ballsaal des ehemaligen Residenzschlosses sächsischer Kurfürsten und Könige ist im Oktober Termin für eine Musterachse, die einen Eindruck von der künftigen Gestaltung des Raumes vermitteln soll. Am Langen Gang, der früheren Gewehrgalerie, wurden der schadstoffbelastete Fußboden und Einbauten im Dach entfernt. Der Raum soll in der Fassung von 1733 mit Renaissanceholzdecke und der historischen Wandbemalung wiedererstehen. In der Rüstkammer im Ost- und Nordflügel werden letzte Vitrinen montiert. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln