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Ein Herz für heimatlosen Antikapitalismus

»Was vom Vorhang übrig bleibt« - die nd-Serie zur Bilanz der Theaterspielzeit 2015/16. Teil 1: Schaubühne

  • Von Christian Baron
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Jetzt mal ganz ehrlich: AfD-Sprecher Christian Lüth hätte Falk Richters »Fear«-Inszenierung an der Schaubühne im vergangenen Oktober statt »beleidigend und geschmacklos« wahrscheinlich lieber ganz anders charakterisiert. Dem rechten Provokateur erschien dieser Theaterabend, den er als rechtsgläubiger Mann rechtswidrig mit einer Kamera aufzeichnete, vielleicht eher »entartet«. Klugerweise verkniff er sich das Attribut, seine Partei aber offenbarte in ihrem kläglich gescheiterten Versuch, das Werk zu verbieten, ein aufschlussreiches Verständnis von Kunstfreiheit: Weil Richter in seiner Collage mit Video- und Tanzelementen auch Bilder von Zombies, von AfD-Fan Akif Pirinçci, von Thüringens AfD-Landeschef Björn Höcke und von der Berliner AfD-Vorsitzenden Beatrix von Storch aneinanderreiht, sah die Rechtspartei sich verunglimpft.

Für die Schaubühne war dieser Aufruhr willkommene, wenn nicht gar einkalkulierte PR - und eine Bestätigung i...


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