Wellengang am Südchinesischen Meer

ASEAN-Gipfel in Laos laviert zwischen Kanonenbooten und Diplomatie

  • Von Alfred Michaelis, Vientiane
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Das ASEAN-Treffen in Laos ist am Montag US-Außenminister John Kerry eine Reise wert. Der Amtskollege aus Peking wird ebenfalls erwartet, schließlich geht es auch um das Südchinesische Meer.

Die Wellen schlagen hoch um das Südchinesische Meer, höher als auf dem Gewässer selbst. Auf der Tagung der ASEAN-Staaten im laotischen Vientiane bis 26. Juli ist es Thema. Die hochrangigen Treffen der ASEAN mit ihren Partnern, darunter auch China und die USA, im laotischen Vientiane werden zeigen, ob vor allem die direkt Betroffenen zu friedlichen und stabilen Lösungen kommen.

Es geht durchaus um die Wahl zwischen Kanonenbooten und Diplomatie. Seit am 12. Juli das internationale Schiedsgericht in Den Haag auf Antrag der Philippinen entschied, dass China keine historischen Ansprüche auf Grundlage der »Neun-Punkte-Linie« habe, wurde der Ton nicht nur zwischen den Konfliktparteien schriller.

Mit der umstrittenen Linie reklamiert China etwa 80 Prozent des Südchinesischen Meers als eigenes Hoheitsgebiet. Peking hatte von Anfang an erklärt, eine Entscheidung der Den Haager Schiedsstelle weder anzuerkennen noch zu befolgen, weil die auf Grund...


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