Leiterin eines Flüchtlingsheims war in DVU aktiv

Der Verein »Hellersdorf hilft« fordert vom Land, den Vertrag mit der Betreiberfirma PeWoBe zu kündigen

  • Von Marina Mai
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Peggy M., Chefin eines Flüchtlingsheims in Hellersdorf, soll 2008 und 2009 für die DVU kandidiert haben. »Hellersdorf hilft« kritisiert nun die »unhaltbaren Zustände« in dem Heim.

Peggy M. soll 2008 bei der Kommunalwahl und 2009 bei der Landtagswahl in Brandenburg erfolglos für die rechte DVU kandidiert haben. Das berichtete die »BILD« in ihrer Samstagsausgabe. Gegenüber der Zeitung hatte der Anwalt von Peggy M. deren DVU-Mitgliedschaft bis Ende 2009 eingeräumt. M. sei jedoch ausgetreten, weil sie sich von den Inhalten der Partei distanziert habe.

Seit Juni 2016 ist Peggy M. Leiterin des Asylheims in der Carola-Neher-Straße, jenes Heims, das zur Zeit seiner Eröffnung vor drei Jahren von Neonazis attackiert wurde. Sie ist außerdem Prokuristin der »Professionelle Wohn- und Betreuungsgesellschaft Berlin« (PeWoBe ), die das Heim in Hellersdorf betreibt. Zuvor war die gelernte Kosmetikerin Koordinatorin der Wohnheime der PeWoBe.

Der für sein Engagement für Geflüchtete mehrfach ausgezeichnete Verein »Hellersdorf hilft« forderte am Samstag vom Land Berlin, den Vertrag mit der PeWoBe für das Flüchtlingsheim zu...


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