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Loveparade-Opfer dringen auf Strafprozess

Düsseldorf. Hinterbliebene von Loveparade-Opfern dringen auf einen Strafprozess zur Aufarbeitung der Katastrophe mit 21 Toten und mehr als 600 Verletzten. Am Montag übergaben Eltern von drei beim Technofestival in Duisburg gestorbenen Besuchern dem Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf die Daten von über 350 000 Online-Unterstützern. »Es kann nicht sein, dass es keine Verantwortung gibt«, sagte Gabi Müller. Die Initiatorin der Petition verlor beim Unglück vor sechs Jahren ihren Sohn. Die Unterschriften stammen auch aus Spanien und Italien.

Nachdem das Landgericht Duisburg im April die Anklage gegen zehn Beschuldigte wegen Mängeln nicht zur Hauptverhandlung zugelassen hatte, haben Staatsanwaltschaft und Nebenkläger Beschwerde eingelegt. Darüber muss nun das Düsseldorfer OLG entscheiden. Ein Vertreter des Gerichts nahm die Unterschriften am Montag entgegen und betonte, der zuständige Senat werde unabhängig von der Petition ausschließlich nach Recht und Gesetz entscheiden.

Am Sonntagabend haben zahlreiche Menschen in Duisburg an die Opfer erinnert. Bei der »Nacht der 1000 Lichter« entzündeten sie Hunderte Grablichter und stellten sie am Gedenkort und im Tunnel davor auf. dpa/nd Foto: dpa/Maja Hitij

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