»Protest muss auf allen Ebenen passieren«

Der Linksradikale Patrick Binkofski rechtfertigt Sachbeschädigungen im Rahmen der Proteste für die »Rigaer 94«

  • Von Johanna Treblin
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Patrick Binkofski dreht sich zunächst auf dem Balkon eine Zigarette, er sei ein bisschen nervös, nicht wegen des Interviews, er habe gerade Stress und sei müde. Als Aktivist schlafe er wenig. Er ist klein und schmal, die Haare kurzgeschoren. Trotzdem stellt er sich vor den Spiegel und streicht sich über die Schläfen, bevor er sich vor die Kamera setzt. Erst auf den zweiten Blick fallen seine muskulösen Oberarme auf - er hält sich fit für die Straße. »Natürlich kann geschossen werden«, steht auf seinem Trägerhemd, ein Zitat von RAF-Mitglied Ulrike Meinhof.

Binkofski ist Anarchist und Linksradikaler, so bezeichnet er sich selbst. Er kommt aus einem westdeutschen SPD-Grünen-Haushalt, versuchte sich erst bei den Grünen, dann bei der Linkspartei. Er lernte boxen und legte sich mit Nazis an. Dann fokussierte er sich auf Veganismus und Tierrechte, machte sein Fachabitur, studierte in Kassel drei Semester Soziologie und Politikwissenschaf...


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