Nur die Elite um Clinton ist geeint

Ingar Solty zum Zustand der US-Demokraten nach ihrem Parteitag und Herausforderungen für die Linke

  • Von Ingar Solty
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Hillary Clinton ist nun also auch offiziell die Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten. Auf dem Parteitag wurde sie mit rund 60 Prozent der Delegiertenstimmen gekrönt. Die anderen 40 Prozent entfielen auf ihren ärgsten Kontrahenten Bernie Sanders. Dem Parteitag unmittelbar vorausgegangen war ein Email-Skandal. Mehr als 19 000 Mails aus der Parteizentrale waren gehackt und von Wikileaks veröffentlicht worden. Sie belegen, was aufmerksamen Beobachtern längst klar war: Die Parteiführung hat systematisch zu verhindern versucht, dass Sanders die Vorwahlen gewinnt.

Im Vorfeld des Parteitags war deshalb von einer gespaltenen Partei die Rede. Tatsächlich hat die Sanders-Kampagne einen tiefen Riss offengelegt. Er verläuft entlang der Klassengrenzen. Diese nehmen die Gestalt von grundsätzlich unvereinbaren politischen Projekten an: Sanders› bewegungs- und konfliktorientiertes sozialdemokratisches Reformprogramm und Clintons technokrat...


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