Tom Strohschneider 29.07.2016 / Politik

Nach IWF-Bericht: Varoufakis fordert Entschuldigung

Evaluierungsbüro bilanziert Krisenpolitik: Währungsfonds brach auf Druck der EU eigene Regeln / Ex-Finanzminister spricht von »brutaler Bewertung«

Der Internationale Währungsfonds hat seine Krisenpolitik gegenüber Irland, Portugal und Griechenland unter die Lupe nehmen lassen - und herausgekommen ist eine in Teilen kritische Bilanz. Die 78-seitige Expertise des Independent Evaluation Office IEO, ein unabhängiges Evaluierungsbüro des IWF, sorgte inzwischen auch für entsprechende Reaktionen aus der Politik.

So verlangte der frühere griechische Finanzminister Yanis Varoufakis nicht nur eine Entschuldigung der »Institutionen«, sondern auch den Rücktritt wichtiger Exponenten der internationalen Krisenpolitik, darunter des IWF-Europadirektors Poul Thomsen. Zudem zeige der Report, so Varoufakis, die Dringlichkeit und Richtigkeit einer krisenpolitischen Kehrtwende.

Unter dem Strich lautet die IEO-Bilanz: Der Währungsfonds habe in seiner Rolle als Teil der kreditgebenden Gläubiger von Irland, Spanien und Griechenland eine Reihe von schwerwiegenden Fehlern gema...

So verlangte der frühere griechische Finanzminister Yanis Varoufakis

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