Schnippeln am Grünen Band

Der Fall Salzwedel: Der BUND warnt, dass Teile des Biotopverbundes verscherbelt werden

  • Von Uwe Kraus, Salzwedel
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Die Stadt Salzwedel in Sachsen-Anhalt ist pleite und wurde beauflagt, ihren Stadtwald zu verkaufen. Doch damit würde das Grüne Band zerstückelt, fürchten Kritiker.

Mitte Juni grünte im altmärkischen Salzwedel noch alles. Experten vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) diskutierten dort, wie das 1393 Kilometer lange und 177 Quadratkilometer umfassende Grüne Band Deutschlands als einziger länderübergreifender Biotopverbund weiter entwickelt werden kann. Neun Bundesländer sind am Rückzugsort und Wanderkorridor für über 1200 gefährdete Tier- und Pflanzenarten beteiligt, der sich entlang der früheren deutsch-deutschen Grenze erstreckt.

Salzwedel im Norden Sachsen-Anhalts gilt dabei sozusagen als Leuchtturm. Der BUND hat in neun Pilotregionen am Grünen Band bereits 700 Hektar mit Hilfe von Spenden- und Fördermitteln durch Ankauf langfristig gesichert. Die größte dieser Ankaufregionen liegt mit rund 480 Hektar im Altmarkkreis Salzwedel. Dieter Leupold, Projektleiter Grünes Band Sachsen-Anhalt: »Der BUND setzt sich seit 1989 federführend für den Sch...


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