Ein Toter als Ratgeber

Daniela Danz: »Lange Fluchten« ist deutlich der Roman einer Lyrikerin

  • Von Michael Hametner
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Viele der Gedichte von Daniela Danz (1976 in Eisenach geboren und auch heute in Thüringen lebend) suchen die Spur des Menschen in der Weltgeschichte, andere schöpfen aus seinem Einssein mit der Natur. In ihrer Lyrik wäre es keine Überraschung, verwandelte sich ein Mensch in einen Vogel oder eine Biene und stiege auf in die Luft. In ihrem Roman »Lange Fluchten« wird es schwer, diesen gedachten, geträumten oder anders imaginierten Weltenwechseln zu folgen.

Neben ihrer außerordentlichen Lyrik, die wohl die Hauptform für Daniela Danz ist, gibt es zum zweiten Mal einen Roman. Nach »Der Türmer« erscheint zehn Jahre später »Lange Fluchten«. Im ersten Roman wurde nicht ganz klar, wie sich die beiden darin erzählten Geschichten aufeinander beziehen. Es schienen eher zwei Erzählungen zu sein. Das neue Buch bietet dem Leser eine nachvollziehbare Grundgeschichte. Constantin, genannt Cons, hat seine zwölf Jahre als Zeitsoldat beim Bund in Uneh...

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