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IHK fördert Bildung

15 Projekte auch für die Integration von Geflüchteten

  • Von Ellen Wesemüller
  • Lesedauer: 2 Min.
Mit zwei Millionen Euro fördern die Mitglieder der Industrie- und Handelskammer (IHK) die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Insgesamt umfasst das Budget 15 Millionen Euro.

Die Mitglieder der IHK-Vollversammlung hatten sich 2014 auf etwas Neues geeinigt: Statt die überschüssigen Haushaltsmittel an die Mitglieder zurück zu überweisen, sollten die Beiträge in Bildungsprojekte fließen. 2015 bewilligte die IHK die ersten acht Projekte, ein Jahr später sind es noch einmal 15. Dafür stehen 15 Millionen Euro bereit.

Einen Schwerpunkt legt die Berliner Wirtschaft dabei auf die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Vier der Projekte arbeiten in diesem Bereich: So werden Schüler einer Willkommensklasse mit der Möglichkeit einer dualen Ausbildung vertraut gemacht, Barrieren zum akademischen Bildungsweg werden in einem weiteren Projekt abgebaut. Für Geflüchtete mit »guter Bleibeperspektive« sollen passende Unternehmen gesucht werden, in denen sie probeweise arbeiten können. Eigene Gründungsideen sollen unterstützt und bis zur Geschäftseröffnung begleitet werden.

Beatrice Kramm, Präsidentin der IHK, sagt: »Die Digitalisierung der Berufsorientierung oder der Wissenstransfer zwischen Unternehmen und der Spitzenforschung haben das Potenzial, Bildungsbrücken zur Fachkräftegewinnung und zur Stärkung der Innovationskraft in Berlin zu bauen.«

Tatsächlich leidet die Hauptstadt an einem Fachkräftemangel. Im April rechnete die IHK im »Fachkräftemonitor« vor, dass rund 34 000 Stellen allein im laufenden Jahr unbesetzt bleiben. 2030 könnten mehr als 150 000 Fachkräfte fehlen. Die rund 25 000 geflüchteten Jobsucher können hier nur einen kleinen Teil des Bedarfs decken.

Und auch Ausbildungsplätze sind noch zu haben: Die Jobbörse der IHK verzeichnet derzeit 1269 freie Plätze. Ein weiterer Schwerpunkt liegt deshalb auf der beruflichen Bildung. Schüler mit schlechten Noten sollen mittels digitaler Technologien ermutigt werden, ihre Leistungen zu verbessern und ihre Berufsorientierung zu erweitern.

Die Nachfrage an Akademikern werde weiter generell zurückgehen, so die IHK. Gefragt seien Wirtschaftswissenschaftler, Gesundheitsberufe, Theologen und Erzieher. Vier Projekte im Bereich »Akademische Fachkräfte und Wissenstransfer« fördern den Austausch zwischen Hochschulen und Unternehmen. »Besonders kleine und mittlere Unternehmen sollen so einen besseren Zugang zu Spitzenforschung und Innovation auf Exzellenzniveau bekommen«, heißt es zur Begründung.

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