Raoul Medizinmann

Die Ausstellung »Dada Afrika« in der Berlinischen Galerie kann nicht halten, was sie verspricht, und bietet doch einiges

  • Von Stefan Ripplinger
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Aus Zürich kommend, der Stadt der Banken und von Dada, zeigt die Ausstellung avantgardistische Kunst und afrikanische Objekte. Im Untertitel kündigt »Dada Afrika« einen »Dialog mit dem Fremden« an, der nie stattgefunden hat. Wie fast alle Avantgarden um den Ersten Weltkrieg, von den Spät-Impressionisten über die Fauvisten bis zu den Kubisten und Expressionisten, ließen sich auch die Dadaisten von außereuropäischen Kulturen beeindrucken. Die akademische Kunst war steril, die kapitalistische Welt ein Warenhaus geworden. Angesichts der Entfremdung sehnte man sich nach Fremdheit, nach dem Elementaren, Einfachen und der Ekstase.

Wie bei andern Künstlern auch, ob in Henri Toulouse-Lautrecs oder James Ensors Japanismen oder Chinoiserien, ob in Karl Schmidt-Rottluffs oder Pablo Picassos gemalten Masken, war die Begeisterung größer als die Kenntnis. Obwohl die Künstler stets betonten, sie blickten nicht auf die Anderen als auf Exoten oder ...


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