Nicht nur Bettenburgen und Tomaten

Zweiter Anlauf für eine Art besonderer strategischer Partnerschaft zwischen zwei sich gedemütigt Fühlenden

  • Von Elke Windisch, Moskau
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Schon der Tatort macht klar, wer Koch ist und wer Kellner beim russisch-türkischen Versöhnungsgipfel. Statt wie ursprünglich vorgesehen in Peking und damit auf neutralem Gebiet treffen sich die beiden Staatschefs in St. Petersburg. Von dort aus diktierten schon die Zaren den Osmanensultanen nach verlorenen Kriegen die Bedingungen für die Rückkehr zur Normalität. Um Normalisierung der Beziehungen geht es auch jetzt. Um etappenweise Normalisierung. Türkische Medien vermieden das Adjektiv bisher, in einer Pressemitteilung des Kremls stand es fett gedruckt. Die Botschaft: Moskau legt die Etappenziele fest und entscheidet, ob sie erreicht wurden. Und der Wunschzettel von Recep Tayyip Erdogan ist lang.

»Allein mit Tomaten kommen sie nicht davon«, drohte Wladimir Putin bei seiner Jahresbotschaft an das Parlament Anfang Dezember. Zehn Tage zuvor hatte die Türkei einen russischen Kampfjet im Grenzgebiet zu Syrien abgeschossen. Weil Ankara ...


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