Evakuierungszone zu Reaktor knapp bemessen

Die Evakuierungszone um den Atom-Forschungsreaktor BER II in Wannsee ist viel zu gering bemessen. Das berichtet die »taz«. Das ginge aus einer Untersuchung des Physikers Christian Küppers vom Öko-Institut Darmstadt hervor. Laut Küppers müsste der Radius der Evakuierungszone bei einem radioaktiven Fallout acht Kilometer für Kinder betragen, für Erwachsene sogar zehn. Bisherige Berechnungen des Ingenieurbüros Rödder, das vom Senat zur Beratung in der Katastrophenschutzplanung herangezogen wird, ergaben einen Radius von nur 2,5 Kilometern. Das Anti-Atom Bündnis Berlin Potsdam fordert aufgrund der eklatanten Differenz der Ergebnisse eine Neubewertung der Sicherheitslage. für den Forschungsreaktor. Die Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Petra Rohland, deren Verwaltung auch die Atomrechtlichen Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde angehört, bezweifelt dagegen die Berechnungen des Physikers. »Es liegen uns keine Informationen vor, wie diese Erkenntnisse ermittelt wurden«, sagte Rohland der »taz«. Dennoch würde sich ihre Behörde beim Öko-Institut über die Erkenntnisse erkunden. pze

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