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Lustvoll und erschreckend

Zu seinem 500. Todestag versuchen fünf Neuerscheinungen das Faszinosum Hieronymus Bosch zu ergründen

  • Von Klaus Hammer
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Er ist ein Künstler der Zeitenwende vom Mittelalter zur Renaissance, und das Triptychon »Der Garten der Lüste« (um 1503), das den unbestreitbaren Höhepunkt in der großen Jubiläumsausstellung im Prado in Madrid darstellt, ist für seine neue künstlerische Auffassung ein Schlüsselbild. Hieronymus Bosch (eigentlich Jheronimus van Aken), der zeitlebens in ›s-Hertogenbosch in Brabant lebte und hier seine Meisterwerke schuf, führte die Fiktion in die Malerei ein, in der jahrhundertelang nur biblische Glaubenswahrheiten transportiert wurden.

In feinsten Details und intensiven Farben hat der Meister in diesem Triptychon Fabelwesen zwischen Tier und Mensch gemalt, Früchte auf Beinen wandeln lassen oder ätherische Paläste aus gläsernen Röhren gebaut. Bei der Darstellung des Gartens Eden auf dem linken Flügel des »Gartens der Lüste« ist es Christus, nicht Gottvater, der Adam und Eva zusammenführt. Während Eva, die Augen niedergeschlagen, vor ...


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