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Der Auftrag: überrollen!

»Was vom Vorhang übrig bleibt« - die nd-Serie zur Bilanz der Theaterspielzeit 201/16. Teil 6: Volksbühne

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Zukunft ist nicht das, was wir erwarten dürfen, Zukunft ist das, womit wir rechnen müssen. Wer in Richtung Volksbühne blickt, sieht schwarz: Chris Dercon! Eventschuppen? Noch ist es nicht so weit mit der schon jetzt als unfreundlich abgestempelten Übernahme 2017, die Apokalypsen freilich besetzen bereits alle Synapsen. Aber es ist doch nach wie vor auch belebend, in Richtung Volksbühne zu blicken - und Schwarz zu sehen. Denn noch steht es, vorm Haus, das dunkle eiserne Speicherrad auf zwei Füßen, jenes Rotwelsch-Zeichen im Vorplatzgras - ein Mittelalter-Signet für den modernen Hausgebrauch: Warnung vor Räubern, Räudigen, Rohfleischfressern. Warnung und Willkommensgruß. Geschaffen von Bert Neumann. Er ist gestorben - zur Autonomie der Castorf-Bühne gehört, dass sie sich jene Tode, an denen sie wirklich leidet, selber bestimmt.

Eine Spielzeit also mit ausbetonierter Grundfläche im Saal. Sessel, das war gestern. Das war im Grunde nie, und ...


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