Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Ein Hauch von nichts

Sophie Scheder jubelt über Bronze am Stufenbarren und leidet mit der Vierten Elisabeth Seitz

  • Von Michael Wilkening, Rio de Janeiro
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Sophie Scheder und Elisabeth Seitz standen nebeneinander in der Olympiahalle in Rio de Janeiro und beiden liefen die Tränen die Wangen herunter. Einmal geschah das im Überschwang der Freude, einmal aus tiefster Enttäuschung. Scheder hatte gerade Sportgeschichte geschrieben. Am Stufenbarren gewann sie die Bronzemedaille und sicherte den deutschen Turnerinnen damit das erste Edelmetall bei Olympischen Spielen seit 28 Jahren. Die Freude war bei der 19-Jährigen aber nicht ungetrübt, denn Teamkameradin Elisabeth Seitz landete mit der Winzigkeit von 0,033 Punkten Rückstand direkt hinter ihr auf dem vierten Platz.

So dicht wie bei diesen zwei Turnerinnen lagen bei diesen Spielen Glück und Leid aus deutscher Sicht noch nicht beieinander. Weder körperlich noch gedanklich. Scheder hatte sich einen Lebenstraum erfüllt, während der von Seitz so hauchdünn geplatzt war. Die Turnerin aus Mannheim, die in Stuttgart trainiert, musste unglücklich sein üb...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.