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Der frühe Abschied vom alten Ziel

Deutschlands Olympiasportler hinken den Vorgaben hinterher, weshalb Funktionäre finanzielle Einbußen befürchten

  • Von Oliver Kern
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Als vor vier Jahren olympische Medaillen in London gesammelt wurden, war die Aufregung in Deutschland groß. Vor Gericht hatten Journalisten die Veröffentlichung der Medaillenvorgaben erstritten, und so konnte plötzlich jeder sehen, dass die 44 Plaketten, die deutsche Athletinnen und Athleten mit nach Hause brachten (mehr als 2008 in Peking), das Ziel von 86 klar verfehlt hatten. Das den Sport maßgeblich finanzierende und an der Erarbeitung der Ziele beteiligte Bundesinnenministerium (BMI) hatte versucht, die Papiere geheim zu halten. Offizielle Begründung: Internationale Kontrahenten erhielten zu tiefe Einblicke in die deutsche Trainingssteuerung. Es ging aber auch darum, die Peinlichkeit der klar verfehlten Ziele zu verhindern.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), der alle vier Jahre mit dem BMI und den Fachverbänden die Ziele erarbeitet, lernte daraus und verabredet seit damals keine Maximalvorstellungen mehr, sondern so ge...


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