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Die Monotonie des Schabernacks

In gelangweilter Routine läuft Usain Bolt zu Gold über 100 Meter - die herausragendste Leistung liefert ein anderer

  • Von Jirkla Grahl, Engenho de Dentro
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Usain Bolt tut auch an diesem Abend nur das, was er immer tut: Kommen, sehen, siegen. Mit ausgebreiteten Armen läuft er ins Stadion ein, legt um Ruhe bittend den Finger auf die Lippen, kommt in gewohnter Langsamkeit aus dem Startblock, und zieht schließlich in 41 raumgreifenden Schritten an den Nebendarstellern dieses 100-Meter-Endlaufes vorbei. Bolt, Bolt, Bolt, alles andere ist nur Staffage: Mit mehr als 43 km/h rast er zu Olympiagold: 9,81 Sekunden steht auf der Anzeigetafel, so schnell ist an diesem Abend kein anderer auch nur annähernd, weder sein 34-Jähriger Widersacher Justin Gatlin aus den USA (9,89) noch der Kanadier André de Grasse (9,91), jener Mann, dem womöglich die Zukunft in der mit Abstand publikumswirksamsten Leichtathletikdisziplin gehört.

Bolt, der Mann ohne Niederlagen, ist seit Sonntag der größte Olympionike des Männersprints: Drei Goldmedaillen in Folge, noch keinem ist derlei bisher auf der Sprintstrecke gel...


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