Jochen Knoblauch 16.08.2016 / Kultur

Die Ungeduld den Wolken überlassen

Der Lyrikband »Staatenlose Insekten« von Kai Pohl

Die Subkultur im Prenzlauer Berg lebt immer noch. Mit kleinen Zeitschriften, Kleinstverlagen und mit bierseligen, verqualmten Lesungen wird sie am Leben erhalten. Es funktioniert. Einer ihrer Protagonisten ist der Lyriker Kai Pohl, der seit Jahrzehnten regelmäßig seine Publikationen abliefert - und dabei immer besser wird.

Keine Ahnung, ob sich Kai Pohl selbst als Teil einer Subkultur betrachten würde, aber die Tatsache, dass sein Werk nicht in den bekannten Verlagshäusern vertreten ist, kann nicht auf die Qualität seiner Arbeiten zurückgeführt werden, eher darauf, dass sich die Prenzlauer-Berg-Szene einfach nicht darum bemühen mag. Der Wohlfühleffekt scheint hier besonders hoch zu sein.

Kai Pohl legt nun mit »Staatenlose Insekten« einen Band vor, der nicht nur Gedichte enthält, wie es das Buchcover angibt, sondern auch Cut-up-Texte - eine Schreibtechnik der US-amerikanischen Beat Generation der 1950er Jahre, die im Buch extra gekennzeic...

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