Trotz Arbeit ins Jobcenter

Wenn der Lohn für Menschen in der Hauptstadt nicht zum Leben reicht

  • Von Maria Jordan
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Ab acht Uhr morgens steht der weiße Beratungsbus des Berliner Arbeitslosenzentrums (BALZ) an vier Tagen die Woche vor den Jobcentern der Stadt. Drei Berater kümmern sich dort um die Anliegen der Menschen. Nach zwei Tagen fährt das Team zum nächsten Standort, bis alle zwölf Jobcenter besucht wurden und es von vorn losgeht. Die Hilfe ist für die Betroffenen kostenlos und unabhängig.

Über 2200 Beratungsgespräche hat das dreiköpfige Team des Busses, der von der Liga der Wohlfahrtsverbände gestellt wird, in diesem Jahr bereits geführt. Das zehnte Jahr in Folge tourt die mobile Beratung unter dem Motto »Irren ist amtlich« durch die Stadt. Die meisten, die in die Beratung kommen, sind arbeitslos. Doch auch erstaunlich viele der »Jobcenterkunden« sind erwerbstätig. Sie gehen zwar arbeiten, können ihren Lebensunterhalt aber nicht allein von ihrem Gehalt bestreiten. Oftmals sind die Betroffenen selbstständig, viele sind angestellt. Mit über...

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