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Chile: Ex-Militärs wegen Ermordung von Häftlingen verurteilt

Aufarbeitung der Pinochet-Diktatur: Gericht fordert Zahlung von Wiedergutmachung an die Hinterbliebenen

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Berlin. Sieben ehemalige Militärs sind in Chile wegen der Ermordung und Verschleppung politischer Häftlinge während der Diktatur zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Ein ehemaliger Oberst und ein Major wurden des Mordes an acht Gefangenen und dreier Entführungen für schuldig befunden, wie die Tageszeitung »La Tercera« berichtet. Sie müssen lebenslang in Haft. Weitere fünf Militärs wurden wegen Beteiligung an den Morden zu Haftstrafen von 10 bis 15 Jahren verurteilt.

Die Militärs hatten dem Urteil zufolge in der Haftanstalt in Pisagua im Norden des Landes zwischen September und Oktober 1973 insgesamt elf politische Gefangene gefoltert und ermordet. Sie wurden auch zur Zahlung von Wiedergutmachung an die Hinterbliebenen verurteilt. In dem Gefängnis in Pisagua sollen während der Militärdiktatur unter Augusto Pinochet (1973-1990) bis zu 2.500 Oppositionelle inhaftiert und gefoltert worden sein. Später wurde auf dem Gelände ein Massengrab entdeckt.

Nach offiziellen Angaben wurden nach dem Militärputsch unter Pinochet rund 40.000 Menschen illegal inhaftiert und systematisch gefoltert. Etwa 4.000 von ihnen wurden getötet. Pinochet wurde für seine Gräueltaten nicht verurteilt. Er starb 2006 vor Ende eines Prozesses gegen ihn. epd/nd

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