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Ein Riss in der Welt

Der kroatische Philosoph Srecko Horvat will sich die Revolution nicht ohne die Liebe denken

  • Von Sebastian Loschert
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Wenn uns Revolutionäre eines von den herrschenden Klassen unterscheidet, dann ist es unsere Fähigkeit zu lieben«, sagte ein 19-jähriger Teilnehmer von Nuit Debout in Paris im April gegenüber der »Zeit«. Diese Aussage würde dem kroatischen Philosophen Srećko Horvat wohl gefallen. Denn seiner Ansicht nach gehören Revolution und Liebe untrennbar zusammen. Wo heute Plätze besetzt werden und der Aufstand geprobt werde, sollte über die »Radikalität der Liebe« diskutiert werden, findet Horvat, dessen gleichnamiges Buch jetzt auf Deutsch erschienen ist.

In seinem Buch will »DiEM25«-Mitglied Horvat zeigen, dass Liebe in revolutionären Bewegungen immer eine große Rolle spielt, wenn sie auch selten zum Thema gemacht wird. Um letzteres zu ändern, klopft er vergangene Revolten und deren Akteure auf ihr Verständnis von Liebe, Hass, Beziehung, Sexualität oder Treue ab. In einem Parforceritt auf hundert Seiten lässt er Rimbaud, Lenin, Kollontai, Sartr...


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