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Wachse in den Schmerz hinein

Rumpelbeats aus dem Keller und Klagegesänge aus dem Anrufbeantworter: Gonjasufi ist zurück

  • Von Thomas Blum
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

So muss ein gutes Album anfangen: mit schroffen, schleppenden, dumpfen Rumpel- und Rappelbeats, die klingen, als würden ein Betrunkener und ein Bekiffter nachts um Drei ihren Keller aufzuräumen versuchen. Entsprechend windschief torkeln sie aus den Lautsprechern. Daneben haben wir es mit einer halb lebensmüde klagenden, halb geisterhaft durch die Räume wehenden Stimme zu tun, die den Eindruck hinterlässt, sie komme entweder aus einem steinalten Anrufbeantworter oder aus dem Jenseits. Oder aus einem steinalten Anrufbeantworter, den man im Jenseits liegengelassen hat.

Finster grollende und knurrende Gitarren, unheilverkündendes Gemurre, Geknirsche, Geschabe, Gekratze und Gezische, ersticktes Schreien, ausgedehntes Todesblues᠆brummen. Dazu gesellt sich ein erstaunliches Sammelsurium an unverständlichen Signalen aus dem Weltall sowie kunstvoll zerhackten Alarmsirenen-, Stottermotoren- und Haunted-House-Geräuschen.

Ja, klar, hinte...


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