Moskaus Bomber nicht mehr in Iran

Teheran klagt über Geschwätzigkeit

Berlin. Die Kooperation Russlands mit Iran bei Angriffen auf Anti-Assad-Gruppierungen in Syrien hat plötzlich zu politischen Spannungen geführt. Der iranische Verteidigungsminister Hossein Dehghan kritisierte, dass Russland die Kooperation öffentlich gemacht habe. Das sei »eine Art Angeberei und unfein«, wurde er auf der Webseite des Staatsfernsehens zitiert. »Die Russen wollen damit zeigen, dass sie eine Supermacht sind«, fügte Dehghan hinzu. »Das war so nicht abgemacht.« Deshalb werde die Zusammenarbeit mit Russland vorläufig beendet.

Die russische Luftwaffe hatte den iranischen Stützpunkt Hamadan genutzt, um den Flugweg von Tu-22M3- und Su-34-Bombern zu verkürzen. Das ermöglichte eine größere Waffenlast. Tatsache ist allerdings, dass Moskau die Kooperation erst bestätigt hatte, nachdem iranische Medien über die Flüge der russischen Bomber informiert hatten und die Nachricht via Internet weltweit verbreitet wurde. Neben Iran hat mittlerweile auch Irak seinen Luftraum für Russlands Luftwaffe geöffnet. hei

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