Asien wartet gespannt auf La Niña

Unregelmäßig auftretendes Klimaphänomen lässt Niederschlagsmengen ansteigen - mit Chancen und Risiken für die Wirtschaftsentwicklung

  • Von Mathias Peer, Bangkok
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Regen ist in Indien ebenso ein Segen wie eine tödliche Gefahr. Heftige Niederschläge ließen in den vergangenen Tagen große Flüsse wie den Ganges über die Ufer treten. Mehr als 300 Menschen kamen bei Überschwemmungen seit Beginn der Regenzeit in Zentralindien und im Osten des Landes ums Leben. Zehntausende Menschen mussten in Notunterkünfte umziehen. Ganze Dörfer wurden von den Wassermassen weggespült.

Die dramatischen Szenen stehen in einem starken Kontrast zu Indiens jüngerer Vergangenheit. Im vergangenen Jahr und in der ersten Jahreshälfte erlebte der bevölkerungsreiche Subkontinent eine Rekorddürre. Zwei Jahre in Folge fiel der Monsun deutlich schwächer aus, als es normalerweise üblich ist. Die Konsequenz waren schlechte Ernten und sinkende Einkommen bei den 600 Millionen Indern, die direkt oder indirekt von der Landwirtschaft abhängig sind.

Grund für die Trockenheit war das Klimaphänomen El Niño, das in Asien alle paa...


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