Schweden führt Finanzierung des Führerscheins ein

Linkspartei bringt Vorschlag durch: Unterstützung keine Frage von Luxus sondern Chancengleichheit

  • Von Bengt Arvidsson
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Stockholm. Den Führerschein zu machen, kostet auch in Schweden ein kleines Vermögen und ist gleichzeitig für viele eine unabdingbare Notwendigkeit. Wer keine Eltern hat, die einem die Fahrstunden bezahlen, muss erstmal lange arbeiten und sparen. Das soll sich nun nach dem Willen der rotgrünen Regierung ändern.

Spätestens ab 2018 soll der Führerschein genauso wie Hochschulstudien wahlweise über die schwedische Studienfinanzierung CSN finanziert werden, sagt der sozialdemokratische Ministerpräsident Stefan Löfven zu. »Der Führerschein darf keine Klassenfrage sein«, begründete er. Die Linkspartei hatte den Vorschlag in Stockholm durchgesetzt. Sie toleriert die rotgrüne Minderheitsregierung im Parlament.

Für viele Arbeitsplätze sei ein Führerschein Pflicht. Dabei gehe es nicht um Luxus, sondern eine grundlegende Frage der Chancengleichheit, genauso wie bei der Möglichkeit, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern an ei...


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