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»Rabauken-Jäger« ist keine Beleidigung

Rostock. Das Oberlandesgericht Rostock hat einen Journalisten vom Vorwurf der Beleidigung freigesprochen, der einen Jäger in einem Zeitungsartikel als »Rabauken« bezeichnet hatte. Es bestünden erhebliche Zweifel, ob der Begriff »Rabauken-Jäger« in seiner konkreten Verwendung einen strafrechtlich herabsetzenden Charakter habe, erklärte das Gericht am Freitag zur Begründung. In zwei vorangegangenen Verfahren war der Reporter des »Nordkuriers«, Thomas Krause, zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Gericht habe zwischen dem Persönlichkeitsrecht des Jägers und der Meinungs- und Pressefreiheit abgewogen, hieß es. Der Jäger müsse sich auch heftige Kritik gefallen lassen, weil er objektiv gegen die Grundsätze weidmännischen Verhaltens verstoßen habe. Der Jäger hatte ein angefahrenes Reh mit einem Seil an der Anhängerkupplung seines Wagens über eine Bundesstraße geschleift. Ein Foto davon sorgte bereits vor der Berichterstattung in den sozialen Medien für Empörung. epd/nd

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