Spaß haben bei Blood&Honour

Abermals scheute der NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages das Ohr der Öffentlichkeit

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Schon die Einladung auf der Website des Bundestages musste stutzig machen. Die Namen der Zeugen waren dort nur mit Initialen angegeben. Dabei waren die ersten beiden - ein DNA-Spezialist des Bundeskriminalamtes sowie eine Freundin des ehemaligen Verfassungsschutz-Vertrauensmannes Ralf (»Manole«) Marschner, Decknahme »Primus«, nicht geladen worden, um Staatsgeheimnisse zu offenbaren.

Der dritte Zeuge hingegen hat mit solchen Dingen tagtäglich zu tun. Richard Kaldrack, so sein Arbeitsname, aus dem Bundesamt für Verfassungsschutz, war unter anderem Marschners V-Mann-Führer. Ihn vernahm der NSU-Ausschuss am Abend im stillen Kämmerlein. Das ist schade, hätten doch viele gern gehört, wie die Parlamentarier den Mann, der sie bei der ersten Befragung so schamlos hinters Licht geführt hatte, in der Luft zerreißen. Die fand vor dem ersten NSU-Ausschuss des Bundestages im August 2013 statt. Ebenfalls im Geheimen. Dennoch ist bekannt, dass Kaldrac...


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