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Ach, ihr Piraten. Danke für alles

Tom Strohschneider über zehn Jahre digitalen parteipolitischen Frühling, der lustig, anstrengend, ärgerlich war - aber nicht folgenlos bleiben wird

Es gibt dieses Bild von damals, c-base 2006 in Berlin, ein paar Männer stehen um einen Tisch herum, Laptops, Beamer-Leinwand, Piratenflagge - es war der Anfang. Und wenn jetzt, zehn Jahre später, vom irgendwie sich dahinziehenden Ende, von einem »Abschied in die Bedeutungslosigkeit« die Rede ist, davon, dass ihr Piraten zwar einen markenfähigen Namen habt, aber keine Marke mehr seid, dann stimmt das alles natürlich. Aber es lässt sich auch ziemlich leicht dahinschreiben. Wir Journalisten wussten ja immer schon, wie alles besser gelaufen wäre. Wir mussten es nie selber tun. Und wo ihr nun bald ganz verschwunden sein werdet, sollte man die vielleicht letzte Gelegenheit nicht verpassen, Danke zu sagen. Also los.

Danke, Piratenpartei, dass ihr nicht nur das Großthema Digitalisierung auf eine Weise verallgemeinert habt, die keiner der ernstzunehmenden anderen Parteien mehr erlaubt, das nicht wenigstens auch auf irgendeine Liste genomme...

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Was die Linke ist? Sie ist auf jeden Fall viel größer als die gleichnamige Partei. Das ist gut so. Man kommt als Linker ohne Parteibuch aber auch nicht an der Partei vorbei. Was die klein und die groß geschriebenen Linken trennt und was sie verbindet, wo die Grenzen emanzipatorischer Politik liegen und welche Versuche es gibt, diese zu überwinden – davon soll dieses Blog handeln.

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  • Tom Strohschneider

    Tom Strohschneider, Jahrgang 1974, ist nd-Chefredakteur. Nach einem Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Soziologie kam er mehr zufällig zum Journalismus. Er arbeitete unter anderem bei der Wochenzeitung "Der Freitag" und bei der "taz". Er denkt gern über die gesellschaftliche Linke nach, bloggt unter anderem "Linksbündig" und wartet stets vergeblich auf ein Rezensionsexemplar des jeweils neuesten 3D-Druckers. Strohschneider liest gern Dath und hat aus "South Park" und "Die Simpsons" mehr gelernt als aus vielen Sachbüchern. Selbst schreibt er auch manchmal welche. Zuletzt erschienen von ihm: "Linke Mehrheit?" über Möglichkeiten und Grenzen von Rot-Rot-Grün sowie “What's left?” über Europas Linke, den Rechtsruck und einen sozialistischen Kompromiss. Beide erschienen bei VSA.

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