Arm dran in der Krise

Zivilschutzkonzept der Bundesregierung ignoriert Hartz-IV-Bezieher und Geringverdiener

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Über Sinn und Unsinn des neuen Zivilschutzkonzeptes der Bundesregierung kann man sicherlich streiten. Kritiker wie LINKEN-Fraktionschef Dietmar Bartsch meinen, das 69-seitige Papier schüre bewusst Ängste in der Bevölkerung. Der Grüne Parlamentarier Konstantin von Notz hält die Vermischung von ziviler Vorsorge mit militärischen Szenarien und Hinweisen auf terroristische Gefahren für problematisch.

Problematisch ist die »Konzeption Zivile Verteidigung« aber auch, weil sie die Bedürfnisse der Armen nicht berücksichtigt. So werden die Bürger aufgefordert, »einen individuellen Vorrat an Lebensmitteln für einen Zeitraum von zehn Tagen vorzuhalten«. Sprich: Nahrung für alle Haushaltsmitglieder. Zudem sollen sie für den Zeitraum von fünf Tagen »je zwei Liter Wasser pro Person und Tag in nicht gesundheitsschädlicher Qualität« bunkern. Wer sicher gehen will, dass das Wasser nicht gesundheitsschädlich, also bakteriell belastet ist, der lässt...


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