Kultursenator gefordert

Der Deutsche Kulturrat hat nach der Berlin-Wahl einen eigenen Kultursenator für die Hauptstadt gefordert. »Das wäre ein Gewinn für die Stadt und ein positives Signal für das ganze Land, dass Kulturpolitik wirklich wichtig genommen wird«, sagte Verbandsgeschäftsführer Olaf Zimmermann am Montag. Seit 2006 ist in Berlin der Regierende Bürgermeister zugleich Kultursenator. »Das ist der Aufgabe nicht zuträglich«, so Zimmermann, »nicht, weil der Regierende Bürgermeister das nicht kann, sondern weil er naturgemäß nicht genügend Zeit dafür hat.«

Die Voraussetzungen sind nach Ansicht des Kulturrats gut, nachdem durch eine Verfassungsänderung 2014 die Zahl der möglichen Senatorenposten von acht auf zehn erhöht wurde. »Wir erwarten, dass die neue Regierung diese Chance für ein eigenständiges Kulturressort nutzt«, sagte Zimmermann. Für Berlin seien Kunst und Kultur die vielleicht wichtigste Aufgabe, weil die Stadt davon auch wirtschaftlich profitiere. dpa/nd

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