Klaus Hammer 21.09.2016 / Kultur

Lautes Schweigen

Doppelausstellung in der Galerie Joachim Pohl

Es gibt eigentlich nur eine Gemeinsamkeit zwischen ihnen, beide waren Meisterschüler an der Ostberliner Akademie der Künste: Sabina Grzimek bei Fritz Cremer, Klaus Magnus bei Hans Theo Richter. Sonst aber sind sie ganz unterschiedliche künstlerische Wege gegangen. Seismographische Sensibilität und beseelte Vergeistigung, archaische Strenge und fragile Poesie besitzen die Figuren der in Erkner lebenden Bildhauerin und Zeichnerin Sabina Grzimek. Stehen, Sitzen, Liegen und Ruhen sind scheinbar kanonische Haltungen, aber ihre Figuren haben sich aus dem klassischen Koordinatensystem entfernt, sie kippen aus der traditionellen Raumvorstellung. Die ganz einfachen Körperbewegungen werden fast unerträglich deutlich, schmerzhaft genau, sie werden plastisch definiert. Ein Porträtkopf hat Ecken und Brüche, Rinnsale, ein psychisches Geäst von Flechten hat der Bronzefluss hinterlassen.

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