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23.09.2016

Warten, Warten

Shahnoz 
Bakhtiyorova über Erlebnisse in der Ausländerbehörde

Mein Visum verlängern - mehr wollte ich nicht. Dass es so schwierig werden könnte, hätte ich nie gedacht. Ich bin Journalistin aus Tadschikistan und arbeite im Rahmen des DAAD-Programms Internationales Journalisten-Kolleg derzeit beim »nd«.

Termine bei der Ausländerbehörde kann man online beantragen. Aber auf der Webseite der Behörde gab es innerhalb der kommenden zwei Monate keinen freien Termin. Also ging ich direkt hin. Die Schlange war lang. Ein breitschultriger Wachmann sagte mir, ich müsse schon um 5.30 Uhr kommen, sonst hätte ich keine Chance, überhaupt eine Wartenummer zu bekommen. Ein paar Tage später stand ich also mitten in der Nacht auf und kam um 5 Uhr morgens an der Ausländerbehörde an. Etwa 100 Menschen standen schon in der Schlange, die meisten ausländische Studenten. Die Wachmänner schüttelten den Kopf, als ich nach meinen Chancen fragte: Heute gebe es nur 50 Wartenummern, das sei zwecklos. Kein Wunder: Die Zeitfenster, zu denen die Ausländerbehörde für Publikum geöffnet ist, sind viel zu kurz. Ich wusste nicht, was ich tun müsste, um doch noch an mein Visum zu kommen. Wieder zurück nach Tadschikistan fahren, um es dort zu beantragen?

Das Wachpersonal gab zwar Auskünfte, aber war nicht besonders freundlich. »Nein für heute nicht mehr«, war fast alles, was man von ihnen hörte. Auf Russisch murmelten sie Schimpfworte. Immer noch riss der Zustrom an Wartenden nicht ab. Manche waren schon zum zweiten Mal erfolglos hier. Um 13 Uhr wartete ich noch immer. Plötzlich winkte ein Wachmann mich und einen wartenden Syrer heran. Er schickte uns zu einem Kollegen, der uns zwei Wartenummern gab. Warum, das fragten wir lieber nicht. Ab da dauerte es noch zwei weitere Stunden. Und dann, endlich: Ich bekam mein Visum! Doch die meisten anderen warten weiter.

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