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Lebendige linke Publizistik benötigt Geld

nd-Geschäftsführer Olaf Koppe über die Schwierigkeiten, eine linke Zeitung am Markt zu halten, das neue Projekt »OXI« und eine Kinderseite

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Wenn sich ein Geschäftsführer eines Zeitungsverlages an die Leserinnen und Leser wendet, dann schwant einigen nichts Gutes, geht es doch zumeist ums liebe Geld. Und tatsächlich, täglich eine linke, unabhängige, weil wirtschaftlich fast ausschließlich von den Abonnenten abhängige Zeitung zu produzieren, verschlingt zunehmend Ressourcen, vor allem finanzieller Art. Und die sind bei uns, anders als bei großen Verlagen, begrenzt.

Allein die Notwendigkeit, ständig in die Erneuerung der IT-Infrastruktur zu investieren oder die jährlich steigenden Vertriebskosten zu decken, erfordern zusätzliche finanzielle Mittel. Im Geschäftsjahr 2015 konnten wir erfreulicherweise einen leichten Überschuss erwirtschaften, der uns geholfen hat, einen Teil der Investitionen zu decken. Leider haben sich die Einnahmen aus dem Verkauf der Zeitung nicht so entwickelt, wie wir das gehofft haben.

Die entscheidende Größe dabei, die Abo-Auflage der gedruckten Zeitung, ist wie bei allen Zeitungen weiterhin rückläufig. Allein im zweiten Quartal 2016 betrug dieser Verlust etwas über 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die gestiegenen Verkäufe aus dem Digitalgeschäft haben das nicht wettmachen können.

Kurzum, wir werden auch in diesem Jahr die Preise für unsere Abo-Angebote noch einmal anheben müssen. Zum 1. Oktober erhöht sich bei konstant bleibender Zustellgebühr das Vollabonnement um 3,50 Euro auf 38,50 Euro im Monat, das Abo zum ermäßigten Preis für Schüler, Studenten und Auszubildende ist dann künftig für 21 Euro monatlich zu haben. Das Abonnement der Wochenendausgabe wird 28,40 Euro im Quartal kosten. Im Gegenzug reduzieren wir den Preis für den Zukauf des Digitalabos bei bestehendem Abo der gedruckten Ausgabe von 5 Euro monatlich auf 2,50 Euro.

Leserinnen und Leser, die zusätzlich zu ihrer gedruckten Zeitung unsere Digitalangebote nutzen, wissen diesen deutlichen Mehrwert, vor allem durch den Zugriff auf unser Textarchiv und die Möglichkeit, an jedem Ort dieser Welt ihre Zeitung lesen zu können, zu schätzen. Die Preise für unsere Digitalaboangebote steigen um 2 Euro monatlich. Die Preise für unsere Soliabonnenten, denen ich hier einmal ausdrücklich für ihre oft jahrelange Unterstützung danken möchte, bleiben unverändert.

»neues deutschland« hat im 70. Jahr seines Bestehens in den letzten Monaten viel Zuspruch gefunden, vor allem, und das freut uns natürlich, auch unter jüngeren Leuten, die sich aber leider nicht immer eine gedruckte Zeitung leisten können oder aufgrund eines anderen Konsumverhaltens lieber auf digitale Inhalte zurückgreifen.

Unsere Zeitung hat sich zu einer der wichtigsten Publikationen für links denkende und fühlende Menschen entwickelt. Und wenn unser Chefredakteur wie in seinem gestrigen Kommentar fordert, Räume zu schaffen, »in denen die Menschen, die nicht bloß als Wähler betrachtet werden dürfen, anfangen darüber zu reden, was sich ändern muss, wie das geht, wer dabei unterstützt gehört«, dann bieten wir mit dem »nd« dazu eine publizistische Plattform.

Wir haben uns für die nächsten Monate viel vorgenommen, werden versuchen, den Kontakt zu unserer Leserschaft weiter auszubauen, wozu auch ein regelmäßiges Lesermagazin gehören soll, an dem wir gerade »basteln«. Es wird eine regelmäßige Seite für die allerjüngsten unter unseren Leserinnen und Lesern geben und wir werden unseren Abonnentinnen und Abonnenten ab Oktober an jedem ersten Samstag mit »OXI. Wirtschaft für Gesellschaft« ein zusätzliches Supplement zur Verfügung stellen, mit dem wir in Kooperation mit der herausgebenden common verlagsgenossenschaft ein weiteres Angebot unterbreiten, in dem darüber informiert und diskutiert wird, wie die Wirtschaft vom Diktator zum Dienstleister einer demokratischen Gesellschaft werden kann.

Oder wie es der »OXI«-Chefredakteur Wolfgang Storz zum Ausdruck bringt: »Die Dinge beim Namen nennen. Es gibt viel zu entdecken, zu unterscheiden, zu erklären, aufzuklären - dazu wollen wir einen journalistischen Beitrag leisten. Uns treibt keine parteipolitische Mission, sondern eine Haltung: Wir sind der Solidarität, der Emanzipation, der Vernunft und der Aufklärung verpflichtet. Nicht abstrakt, sondern konkret: Was sich im Alltag der Mehrheit der Menschen nicht im Guten niederschlägt, taugt nichts.«

Vor diesem Hintergrund bitten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, unsere notwendigen finanziellen Maßnahmen zu akzeptieren und uns weiterhin die Treue zu halten. Und empfehlen Sie uns weiter.

Wenn Sie Fragen zu Ihrem Abo haben, hilft Ihnen unser Service unter der Rufnummer 030/2978-1800 (per Fax: 030/2978-1630 oder per E-Mail: aboservice@nd-online.de) selbstverständlich weiter.

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