Werbung

Rot-Rot-Grün ist kein Selbstläufer

Eine Chance für Berlin - die Partner sollten sie nutzen. Martin Kröger zu den Ergebnissen der Sondierungen in der Hauptstadt

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die erste Hürde ist genommen. Doch ein Selbstläufer ist ein rot-rot-grüner Senat mit der Aufnahme der Koalitionsverhandlungen noch lange nicht. Im Gegenteil: den drei möglichen Koalitionspartnern eines künftigen Senats – SPD, LINKE und Grüne – stehen jetzt beinharte Verhandlungen bevor, die bis zu zehn Wochen in Anspruch nehmen dürften. In einigen Bereichen bestehen sicherlich Übereinkünfte, aber es gibt eben auch Themen wie die A 100-Verlängerung, zu denen erst noch eine tragfähige Formulierung gefunden werden muss. Bei solchen Fragen steckt der Teufel bekanntlich im Detail.

Dass die Parteigremien die Koalitionsverhandlungen bei den anberaumten Parteitagen genehmigen werden, steht unterdessen außer Frage. Auch wenn es über eine Woche nach der Wahl in der SPD nach dem historisch schlechten Ergebnis zu rumoren beginnt, wie die Wahlanalyse eines Abgeordneten aus dem Ostteil der Stadt unterstreicht.

Bei LINKEN und Grünen ist die Stimmung dagegen besser: Beide Parteien haben nach fünf oder mehr Jahren auf der Oppositionsbank beste Aussichten, die Politik in dieser Stadt in naher Zukunft mitgestalten zu können. Die Erwartungen an ein rot-rot-grünes Bündnis sind indes hoch: Denn nicht nur viele basispolitische Initiativen erwarten sich nichts weniger als einen grundlegenden Politikwechsel, der den Menschen konkrete Verbesserungen einbringen muss.

Nun liegt es in der Natur von Verhandlungen, dass die Parteien nicht alles Durchsetzen werden können, was sie im Wahlkampf versprochen haben. Aber die bitter nötigen Veränderungen sollten schnell vollzogen werden und spürbar sein. Rot-Rot-Grün ist eine Chance. Die Partner sollten sie nutzen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!