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Crystal Meth erhält keinen Sonderstatus

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Potsdam. Die CDU-Landtagsfraktion ist mit ihrer Forderung nach einem gezielten Landesprogramm gegen Crystal Meth gescheitert. Die rot-rote Koalition und die AfD lehnten am Donnerstag im Landtag den entsprechenden Entschließungsantrag der Union ab.

Zuvor hatte der CDU-Abgeordnete Raik Nowka vergeblich auf die wachsende Zahl der Konsumenten vor allem in Südbrandenburg hingewiesen. Gesundheitsministerin Diana Golze (LINKE) lehnte indes ab, sich bei Suchthilfe und Prävention nur auf eine Droge zu konzentrieren.

»Am Klinikum Niederlausitz ist die Zahl der Patienten wegen Crystal Meth von sechs Fällen im Jahr 2013 auf 126 Fälle im Jahr 2015 gestiegen«, so Nowka. »In den Beratungsstellen wird der Anteil dieser Konsumenten inzwischen auf zwölf bis 25 Prozent der Klienten geschätzt.« Daher müsse die Landesregierung ein Präventionsprogramm gegen Crystal Meth in den Schulen starten und die Beratungsstellen gezielt unterstützen.

»Brandenburg gibt jährlich nur 1,8 Millionen Euro für die Suchtberatung bei allen Drogen aus, das sind gerade mal 100 000 Euro pro Landkreis«, sagte der CDU-Politiker. »Dagegen gibt Sachsen gezielt gegen Crystal Meth eine Million Euro aus.« Notwendig sei eine Strategie gegen Konsum, Handel und Schmuggel der Droge.

Abgeordnete von SPD und Linker erklärten, das Thema Crystal Meth sei schon lange im Fokus der Landesregierung. Das größte Problem in der Suchthilfe sei jedoch nach wie vor der Alkoholmissbrauch. »Bereits im Sommer 2015 wurde eine ressortübergreifende Expertengruppe zu Crystal gebildet«, sagte Golze. »Die Experten haben schon mehrfach getagt und geben Empfehlungen an die Beratungsstellen und die Angehörigen.«

Suchtprävention müsse längerfristig angelegt sein und könne sich nicht auf einzelne Substanzen konzentrieren, betonte die Ministerin. Es gehe darum, den Drogen zu widerstehen oder wie man aus der Abhängigkeit entkommen kann. »Wir wollen uns nicht nur einer Droge zuwenden und die anderen aus den Augen zu verlieren.« dpa/nd

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