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Planet der Verstädterung

Martin Ling über den Welt-Habitat-Tag

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Er feiert seinen 30. Geburtstag: Seit 1986 wird der erste Montag im Oktober als Welt-Habitat-Tag begangen. Damit will die UNO auf den Zustand der Städte und das Grundrecht aller Menschen auf angemessene Unterkunft hinweisen. Dieser Fingerzeig ist angezeigt: Eine Milliarde Menschen leben in städtischen Slums, ohne Anschluss an Wasser und Strom, in behelfsmäßigen Unterkünften mit Platznot, ohne formelles Mietverhältnis und jederzeit von Räumung bedroht. Das Recht auf Wohnen wird vielerorts mit Füßen getreten, insbesondere im Globalen Süden. In Afrika wohnt jeder zweite Stadtbewohner in einem Slum, in Asien jeder Dritte und in Lateinamerika jeder Vierte.

Mehr Menschen denn je leben 2016 in Elendsvierteln und das, obwohl 200 Millionen Menschen seit dem Jahr 2000 dieser prekären Wohnform, die sie sich nicht ausgesucht haben, entronnen sind. Ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht: Erst 2007 kippte die Bevölkerungswaagschale global vom Land in die Stadt. 2050 sollen 75 Prozent in Städten leben. Der Handlungsdruck wächst, dort für würdige Lebensbedingungen zu sorgen.

Die UN-Weltkonferenz »Habitat III«, die vom 17. bis 20, Oktober in Ecuadors Hauptstadt Quito stattfindet, soll die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) für den Bereich »Stadt« konkretisieren. Dort soll ein Leitbild für nachhaltige Stadtentwicklung erarbeitet werden, die »neue urbane Agenda«. Auf zwei Prozent der Fläche werden in den Städten 70 Prozent der Wirtschaftsleistung produziert. Das in einer ökologisch und sozial verträglichen Form zu bewerkstelligen, ist ein lohnenswertes Ziel. Ohne eine Partizipation der Bewohner ist es nicht zu erreichen - Stadtentwicklung von unten nach oben muss die Devise lauten.

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