Die Einsamkeit, die Sehnsucht

»Ein langes Jahr« - Eva Schmidt webt ein Netz aus Blicken

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die einzige Frau auf der Shortlist und der auf den ersten Blick unspektakulärste Roman: »Ein langes Jahr« voller Alltäglichkeiten, aus denen die Autorin eben keine Geschichten macht, wie sie für Vorabendserien im Fernsehen getaugt hätten. Eva Schmidt will uns nichts unterjubeln, damit wir uns unterhalten fühlen, sie spielt beim Kampf um Aufmerksamkeit nicht mit, der auf dem überfüllten Buchmarkt tobt. Insofern ist die Jury nicht hoch genug zu loben, wie sie einen leisen Kontrapunkt suchte zu den Heftigkeiten, die uns täglich um die Ohren fliegen. Wobei Aufmerksamkeit zugleich ein Schlüsselwort für Eva Schmidt sein könnte. Es ist meisterhaft, wie sie Menschen beobachten und beschreiben kann. So kunstvoll, dass man es nicht einmal gleich merkt, webt sie ein Netz aus Blicken.

Die 38 kurzen Kapitel bestehen aus solchen Beobachtungen, vermutlich in Bregenz, wo Eva Schmidt lebt. Aber es könnte überall sein, dass eine Frau meint, sich immer i...

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