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USA drohen Russland mit Cyber-Krieg

Moskau verurteilt Ankündigung

Washington. Nach einer Serie mutmaßlich russischer Cyberangriffe hat US-Vizepräsident Joe Biden Russlands Staatschef Wladimir Putin spürbare Konsequenzen angedroht. Biden sagte in einem Interview, Putin werde eine entsprechende »Botschaft« erhalten. Der Kreml verurteilte umgehend die »beispiellosen« Drohungen. Die Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlichte derweil am Samstag drei Reden der US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, die ihr die Investmentbank Goldman Sachs vor ihrer Bewerbung um die Kandidatur honorierte.

Auf die Frage, warum die US-Regierung bislang nicht auf Russlands mutmaßliche Einmischung in den US-Wahlkampf durch Hackerangriffe reagiert habe, sagte Biden dem Fernsehsender NBC am Freitag (Ortszeit): »Wir senden eine Botschaft.« Die USA hätten dazu die Fähigkeit und würden es tun. Putin werde »es wissen, und es wird zu einer von uns gewählten Zeit sein und unter Umständen, die die größte Auswirkung haben«. Auf die Nachfrage, ob auch die Öffentlichkeit dies mitbekommen werde, sagte Biden: »Ich hoffe nicht.« Laut NBC plant der US-Geheimdienst CIA als Vergeltungsmaßnahme eine Cyberattacke, die »die Kreml-Führung beunruhigen und blamieren« werde. Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte: »Die Drohungen gegen Moskau und die staatliche Führung sind beispiellos, da sie auf der Ebene eines US-Vizepräsidenten geäußert werden.« AFP/nd

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